Auch der Buchstabe N wie Notierung erinnert den Beethoven-Experten Michael Korstick daran, wie schwer es für die Nachwelt ist, den Kosmos Beethoven akkurat zu rekonstruieren. Oft liegt es auch daran, dass Beethovens handschriftliche Überlieferung falsch gelesen wurde. Das betraf ja nicht nur die Widmung „Für Therese“, die dann „Für Elise“ wurde – sondern tatsächlich auch konkrete Notierungen einzelner Stücke, wo sich Beethoven schon auch mal in der Anzahl der Hilfslinien vertan hat.

Beethoven habe aber andererseits, etwa bei der Sonate Op. 101, Noten notiert, die es auf den gängigen Flügeln der Zeit nicht gegeben habe. Auf dem Höhepunkt des letzten Satzes komme ein tiefes E – „was es auf allen Flügeln der Zeit davor nicht gegeben hat. Und wenn wir in den Skizzenbüchern von Beethoven nachschauen, dann sehen wir, dass er da eine halbe Seite lang die Notation dieses E geübt hat, um sicher zu sein, dass nachher auch wirklich jeder versteht, was gemeint ist.“

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