REPERTOIRE

20. Jahrhundert

„Wohin geht die Reise, was kommt?“

„Man liest so oft, dass das 19. Jahrhundert das goldene Zeitalter des Klaviers gewesen sein soll. Aber wie soll man denn dann das 20. Jahrhundert nennen? Die Sprache der Musik und des Klaviers haben an der Schwelle zur Moderne eine so unglaubliche Entwicklung gemacht, die in alle möglichen Richtungen ging. Mit irgendwelchen Kategorien kann ich nichts anfangen. Da würde ja schon mein ‚anderer‘ Lieblingskomponist Sergei Rachmaninoff, der immerhin bis 1943 gelebt hat, mal gleich durchs Raster fallen.

Wenn ich jetzt eine Liste aufstellen müsste von Komponisten, die mich faszinieren, würde sie wahrscheinlich endlos aussehen und immer noch unvollständig sein. Ich bin natürlich sehr glücklich, dass ich relativ viele Werke des 20. Jahrhunderts aufnehmen konnte, so gut wie alles von Debussy, Koechlin, Kabalevsky und Ginastera zum Beispiel, aber das ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs. Dabei spiele ich genauso gern Ravel, Bartók und Prokofieff, um jetzt mal nur die wichtigsten Namen  zu  nennen. Und es hört ja nie auf, es gibt zum Glück immer weiter Neues und Hörenswertes von lebenden Komponisten – um alles zu machen, was interessant ist, reicht ein Leben gar nicht aus!“

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